Computertomographisch gesteuerte Schmerzbehandlung der Wirbelsäule

Die computertomographisch gesteuerte Schmerztherapie ist ein Tätigkeitsschwerpunkt in MVZ Bad Rothenfelde. Wir bieten drei unterschiedliche Behandlungskonzepte: die periradikuläre Therapie, die Facetteninfiltration und die peridurale Infiltration.

Bei allen Methoden wird das zu behandelnde Segment der Wirbelsäule mittels Computertomographie eingestellt und abgebildet. Anhand dieser Bilder plant und steuert der Arzt die Stichrichtung und die Stichtiefe für die Platzierung der Injektionsnadel. Die Lage wird mit der Gabe von etwas Kontrastmittel kontrolliert. Danach wird ein Gemisch aus örtlichem Betäubungsmittel und Cortison zur Entzündungshemmung verabreicht. Diese Verfahren werden sowohl für die Halswirbelsäule als auch die Lendenwirbelsäule angeboten.

Periradikuläre Therapie (PRT):

Eine periradikuläre Therapie ist die Verabreichung des Medikamentengemisches lokal an eine Nervenwurzel zur Behandlung von ausstrahlenden Schmerzsyndromen meistens Zuge eines Bandscheibenvorfalles, einer knöchernen Einengung eines Nervenaustrittsloches oder des Wirbelkanals.


Facetteninfiltration:

Bei der Facetteninfiltration werden in der Regel Verschleißerscheinungen der kleinen Wirbelgelenke (Facetten) behandelt, die mit lokalisierten, nicht typisch ausstrahlenden Beschwerden und Schmerzzuständen des Rückens einhergehen. Dabei wird das Gemisch aus Cortison und Betäubungsmittel in oder an den Gelenkspalt des kleinen Wirbelgelenkes gespritzt.

Wirbelgelenke (Facetten) sind häufig Ursprungsort für
Schmerzen in der Lendenwirbelsäule


Peridurale Infiltration (PDI):

Bei der periduralen Infiltration wird das Gemisch aus Cortison und lokalem Betäubungsmittel direkt in den Wirbelkanal in die Nähe der Kompressionsstelle (Quetschung) appliziert. Dies ist insbesondere erforderlich, wenn ein Bandscheibenvorfall weiter zentral gelegen ist. Die PDI stellt ein Reserveverfahren bei erfolglosen periradikuläre Therapien dar. Sie kann nur im Lendenwirbelbereich durchgeführt werden.

Als mögliche Komplikation des Eingriffs ist eine Blutung, eine Infektion oder eine Kontrastmittelunverträglichkeit zu nennen. Eine Fahrtauglichkeit ist für mindestens 6 h nicht gegeben. Insgesamt ist das Verfahren sehr sicher.

Infiltrationsbehandlungen lassen sich auch an den Kreuz-Darmbein-Gelenken (Iliosakralgelenke, ISG) oder bei wiederaufgetretenen Beschwerden nach einer Bandscheiben-OP durchführen.


Radiofrequenzablation der Facettengelenke:

Das Facettensyndrom wird wie oben beschrieben durch eine Infiltrations- oder "Spritzen"-Behandlung therapiert. In den meisten Fällen kann man dadurch eine gute Linderung der Beschwerden erzielen. Sollten sich jedoch im Verlauf erneut Beschwerden einstellen, kann als weitergehender Eingriff eine Radiofrequenzablation (RFA) der Facettengelenke durchgeführt werden. Hierbei wird durch die Verwendung spezieller Therapiesonden die Schmerzweiterleitung durch die sensiblen Nerven der Facettengelenke unterbrochen. Dadurch kann eine längerfristige Beschwerdefreiheit erzielt werden. Die Behandlung ist mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden. Für zusätzliche Informationen sprechen Sie uns bitte direkt an.

RFA-Sonde an der Facette rechts. Die linke Facette ist bereits behandelt, dort finden sich kleinste Lufteinschlüße im Gewebe als (gewünschte) Folge der Therapie.


 

 


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